zchng käptn KLEINvon Dr. Beat Punkow, Herausgeber der Musikzeitschrift DER MUSICEER

Rea de Luxe, die Reste einer Schiffskapelle  – „Wir bringen den Schlager auf den Punk“ – lässt keinen kalt. Weder die Fachpresse, noch sogenannte Musikexperten, die „Freie-Radio-Szene“, und schon gar nicht das Publikum. Nachdem über 2500 Hörer der Freien-Radio-Szene das Rea-de-Luxe-Lied „Die Liebe ist ein Marterpfahl!“  zum „außergewöhnlichsten Hit der Sonnendekade“ gevotet hatten und „Société Foolproof“ daraufhin den „Prix de Ironic“ an die Drei von der Schiffskapelle verlieh, scheint einem überregionalen Durchbruch der drei nichts mehr im Wege zu stehen.

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Mit kraftvoller Ironie und einem unverwechselbaren Hauch von Seemannsgarn, stechen die Drei von der Schiffskapelle musikalisch in ein Meer der Gefühle und umbranden die Publikumsscharen mit brutal poetischen Wellenbrechern und überschäumenden Schwanengesängen. Ein Fressen wie reine Götterspeise, wenn der Klabautermann in bewegender Kontrapunktik herbeigesungen und das Publikum dabei zu Tränenfluten verleitet wird. Zwei Gitarren, ein Synthesizer und das Schlagwerk brechen, raffiniert in Spiel und Phrase, die wild tosenden Sturzbäche unter den Zuhörern, bis die Wellen wiegend wogen und wahre Beifallsstürme über den Ironischen Ozean fegen.

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Sänger und Gitarrist Härri Gebhartl knurrt bedrohlich düstertief wie der Knurrhahn und vermag im nächsten Augenblick in den helldunkelsten Tönen wie der hochfliegende Albatros zu tirilieren, während seine Gitarre wie ein Eisbrecher durch die winterliche Südsee streicht.

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Sepp Hackl gleitet mit seiner zweiten Stimme wie  eine sanft sirrende Sirene über die wogende See, peitscht, liebkost und krault seinen Bass, bis selbst der Klabautermann mit den Wellen zu tanzen versucht und schließlich bringt „Doktor“ Sepp mit seinem Synthesizer eine wunderbar berauschende Bewegung in jeden Stillen Ozean.

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Wenn Max Bauchinger sein Schlagwerk besteigt und zu hämmern beginnt, qualmt das ganze Orchester. Mit seinen beflügelten Zauberhänden ist er imstande, dem wunderbaren, seetauglichen Publikum die Trommelfelle ausufernd über die heißen Ohren zu ziehen und es dabei die Wellen reiten zu lassen.

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Diese Musik lässt keinen kalt! Ob Schwanenstadt, Attersee, Linz, Wien, Graz, Salzburg, Leonding oder Klagenfurt, die Live-Performances der Drei von der Schiffskapelle sind legendär und spektakulär. Ein wildes Wellenreiten in den rockigen Weiten des Ironischen Ozeans.

Mit diesen überschäumenden Liebesliedern, brachial poetischen Schwanengesängen, zwei hart und zart besaiteten Gitarren – gespielt in stürmischen Riffen – einem wild wellenwogenden Synthesizer, einem die See aufwühlenden Schlagwerk und einer herzzerreißenden Geschichte, um Klabautermann, Windsbraut und Seebären, betreiben die Drei eine musikalische Heimsuchung der außerirdischen Art!

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An einem Sonntag im Spätsommer, bitte ich die „Reste einer Schiffskapelle“ zu einem Interview. Ich besuche Sie in Ihrem Gartenhaus-Studio in Leonding. Wir nehmen auf ihrer alten, seetüchtigen Ledercouch im Gartenhaus-Studio in Leonding Platz …

Musiceer: Was ist denn so typisch für den Erfolg der 3 von der Schiffskapelle „Re de Luxe“?

Härri: Unsere wellenbrecherisch liebevollen, liebestollen, zart begleiteten, brachial poetischen Schwanengesänge, die von einer Bassgitarre und einer Rhythmusgitarre stürmisch umworben werden und von  einem seppistopischen Synthesizer umspielt und von einem maximierten, maximalen Schlagwerk aufgewühlt und von einer herzzerreißenden Geschichte getragen …

Max: Wir bringen den Schlager märchenhaft auf den Punk, schlagwerken den Schlager zum wilden Meeresrauschen und schlagern den Punk zum sanften Wiegen wogender Wellen!

Sepp: Wir bewegen uns in den Weiten des Ironischen Ozeans, fliegen hoch wie der  Albatros und überhöhen dabei den Schlager zur grotesken Punkopernarie! Wir reiten auf den Wellen des Ironischen Ozeans und stechen in eine musikalische See theatralischer liedhafter und performativ schiffskapellenhafter Form!

Musiceer: Wie hat sich der performative Rest einer Schiffskapelle denn überhaupt gefunden?

Sepp: Wir hatten 1974 bis 1977, als Schüler und Studenten, eine erfolgreiche Rockband, „Oasis of Experience“, 1979 trennten wir uns…

Max: … weil jeder seiner Wege gehen musste, um erwachsen zu werden und um sein Leben und seine Liebe zu finden!

Härri: Wir haben dann 35 Jahre lang so gut wie nichts von einander gehört und kein Musikinstrument mehr angefasst, außer Max, der Schlagwerker bei der Leondinger Blasmusikkapelle war und ist.

Sepp: Vor 4 Jahren haben wir uns mehr zufällig als vorsätzlich wiedergetroffen, sofort wieder verstanden und uns über die Musik tatsächlich so richtig wiedergefunden!

Max: Wir haben unsere Musikinstrumente entstaubt und damit an unseren wilden Talenten aus unserer Jugend gekratzt …

Sepp: Ja, 3 Projektmusiker, Performer und verwegene Schiffskapellenmeister kamen unter den Verwitterungen zum Vorschein …

Härri: … der Funke ist sofort wieder übergesprungen! Wir hatten das Gefühl, als hätten sich die Beatles mit den Ramones zusammen wiederreanimiert!

Sepp: Oder die Cream mit den Beach Boys …

Max: Oder die Velvet Underground mit den Zillertaler Schürzenjäger!

Härri: Wir haben im Probenraum, im alten Gartenhaus in Leonding, wieder zu musizieren und performen begonnen.

Sepp: Und mittels entsprechendem Engineering eine uns adäquate Gerätschaft besorgt!

Max: Unsere Reanimations-Arbeit hat sich so erfolgreich entwickelt, dass uns etliche Konzerte angeboten wurden, die wir selbstverständlich gespielt und performed haben.

Sepp: Wir haben einen außergewöhnlichen musikalischen, theatralischen Event erarbeitet!

Härri: Ja, „Die Liebe schreit nach Meer!“, eine musikalische Heimsuchung …

Musiceer: Mit dem Ihr sehr erfolgreich tourt und mit der EP „Die Liebe ist ein Marterpfahl!“ dann den „Prix de Ironic“ gewonnen habt … 

Max, Sepp, Härri: Ja.

Härri: Wir danken unserem wunderbaren Publikum und allen …

Max: … die uns so wunderbar unterstützen und supporten …

Sepp: … ganz besonders unseren Familien, ohne deren Unterstützung das Projekt „Rea de Luxe“ nie zu solchem Erfolg gekommen wäre!

Max, Härri: Ja, ohne Zweifel … das ist klar!

Musiceer: Und jetzt spielt Ihr demnächst wieder eines Eurer legendären Konzerte?!

Max, Sepp, Härri: Ja!

Härri: Eines …

Max: … und darauf folgen weitere …

Härri: … und weitere …

Sepp: Nachzulesen auf unserer Homepage!

Max: Und in Deiner Fachzeitschrift …

Härri: … dem fabelhaften „Musiceer“ …

Musiceer:  Ja, vielen Dank! … Ich verabschiede mich nun von den 3 Haudegen und versteige mich zum wiederholten Mal zu der Aussage, in meinem Leben vergleichbare Musik wie von „Rea de Luxe“ noch nie gehört zu haben und – wenn ich tot umfalle – möglicherweise nie mehr zu hören! Es sei denn, ich schaffe es vorher in das nächste Konzert von „Rea de Luxe“ … vielleicht lädt man mich aber auch wiedermal ins Gartenhaus-Studio ein, das wie eine alte Kapitänskajüte auf einem alten, knorrigen Dreimaster in den Weiten des Ironischen Ozeans …
„Ja!!! Schon gut …“, höre ich dreistimmig gerufen, als ich die Gartentüre zum Garten des Gartenhaus-Studios schließe … Und als ich gemächlich zu meinem Wagen gehe, holt mich ein unsichtbar und wild galoppierendes, musikalisches Seepferd ein und schlägt mir seine Hufe in rockigen Noten um die Ohren, hämmert mir das brachial poetische Rea-Lied „Life is going on!“ in den Kopf … Der Nachklang … https://www.youtube.com/watch?v=Rfen09GSSl4&feature=youtu.be

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Fotografie: Thomas Pillwatsch, REA


 

 

 

 

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